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Den kleinen Film über die Medikamentenverab-reichung finden Sie auf der Seite "dies und das", Rubrik "Video".

 

 

 

 

    

 

 

 

 

 

Begebenheiten aus dem Praxisalltag

Auf dieser Seite berichte ich in loser Folge von Ereignissen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben.

   
   

Bach-Blüten und Verhalten
 

Wie ich auf der Bach-Blütenseite bereits angedeutet habe, möchte ich ein wenig von den Erlebnissen mit dieser Therapieform berichten.
Meerschweinchen sind gruppensoziale Tiere mit strengen Rangordnungen und Verhaltensregeln. Da aber ein Gruppenleben nichts Statisches ist, gibt es ab und an Unstimmigkeiten und Streitereien, die jedoch in aller Regel alleine unter den Tieren ausgehandelt werden. Es kann aber sein, dass sich eine Situation so sehr zuspitzt, dass ein Tier (oder mehrere) darunter leidet und extremem Stress ausgesetzt ist. Dies wiederum führt zu Krankheiten oder Parasitenbefall, bis hin zur Essensverweigerung. Da heisst es eingreifen, was unter anderem auch mit den tollen Blüten geschehen kann.
Hier einige Beispiele: Einem kleinen Grüppchen Meeris wurde ein Jungtier neu dazugesetzt. Die Kleine benahm sich derart dominant und aufsässig, wie es sich für ein junges Meerschweinchen absolut nicht geziemte und dementsprechend gingen die Reibereien los. Ein älteres Weibchen wurde dadurch sehr gestresst und zog sich immer mehr zurück. Die anderen Gruppenmitglieder nervten sich total ob der kleinen Göre, es war ein Gerenne und Gejage, dass kaum mehr Ruhe im Gehege herrschte. Die Gefahr war gross, dass eins der angestammten Tiere krank wurde, weshalb sich der Besitzer an mich wandte. Die geeignete Bach-Blütenmischung tat bereits nach 2 (!) Tagen ihre erste Wirkung und nach 10 Tagen war der Spuk vorbei. Das Jungtier ordnete sich unter und damit wurde es auch in der Gruppe akzeptiert.
Ähnliche Beispiele könnte ich gleich im Dutzend liefern und ich kann mich nicht an einen einzigen Fall erinnern, wo die Blüten bei solchen Dominanzproblemen nicht geholfen haben. Ich nenne sie deshalb oft auch Zauberblüten … :-)

In einer Gemeinschaft von vier kastrierten Männchen musste eins der Tiere operiert werden. Meerschweinchen sind in der freien Natur Beutetiere und deshalb bedeutet ein krankes Tier eine Gefahr für die gesamte Gruppe. Ein angeschlagenes Tier kann nicht mehr blitzschnell verschwinden und es lockt Fressfeinde an. Deshalb ist es oft der Fall, dass die Gefahrenquelle aus der Gruppe verjagt wird und genau das passierte in dieser Männer-WG. Sie liessen das frisch operierte Tier einfach nicht in Ruhe. Ein Abtrennen des Patienten war aus verschiedenen Gründen nicht möglich, weshalb wir versuchten, mit Hilfe einer Blütenmischung dieses eigentlich natürliche Verhalten etwas abzuschwächen. Auch hier konnte die Halterin der Tiere ganz wunderbare Beobachtungen machen und sie konnte es kaum glauben, dass ihre „drei Musketiere“ den Patienten sehr schnell in Ruhe liessen, damit dieser sich perfekt von der Operation erholen konnte.

Das eindrücklichste Beispiel aber war für mich (und auch für die Besitzer) die „Turbo-Winnie“. Die Besitzer sind seit vielen Jahren sehr versierte Meeri-Halter und hatten schon viele Spezialfälle aufgenommen. Aber mit Winnie hatten sie sich ein Tier ins Rudel geholt, das seinesgleichen suchte. Sie war ziemlich verhaltensgestört und auf eine Art fehlgeprägt. Sie wollte immer nur herumgetragen werden, sonst pfiff sie lang anhaltend und eindringlich. Ein Meerschweinchen! Auf Artgenossen reagierte sie mit höchster Erregung, verjagte alles, was vier Beine und Fell hatte, biss und rannte die Wände hoch (deshalb der Zusatz „Turbo“ in ihrem Namen). Natürlich schlug eine Vergesellschaftung nach der anderen fehl. Es mag sehr drastisch klingen, aber genau so war es. Die Besitzer wandten sich an mich und ich machte mich auf die Suche nach einer geeigneten Mischung für das Turbo-Mädel. Ich war recht skeptisch, ob die Blüten eine jahrelange Fehlprägung wirklich aufzulösen vermochten, aber einen Versuch war es auf jeden Fall wert. Mit viel Sachverstand und noch viel mehr Zeit gelang es den Besitzern schliesslich, Winnie ein angenehmes Leben in einer Gruppe zu ermöglichen. Es war eine Erfolgsgeschichte par excellence, an die ich mich immer wieder gerne erinnere.  

Als letztes Beispiel möchte ich Ihnen noch eine Katzendame namens Mirka präsentieren, die unter einer regelrechten Zwangshandlung litt. Sie leckte sich mehr als intensiv immer nur eine einzige Stelle am rechten Vorderbein, dergestalt, dass sie an dieser Stelle bald keine Haare mehr hatte. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Haut dort entzünden und ein Leckekzem entstehen würde. Parasiten konnten ausgeschlossen werden und Mirka führte diese Handlung nur dann aus, wenn sie mit einer Situation nicht zurechtkam. Ich erachtete die Leckerei deshalb als eine sogenannte Übersprungshandlung. Auch dafür gibt es sehr geeignete Blüten und ich stellte ihr eine kleine Mischung zusammen. Die Besitzerin musste begleitend zur Therapie dafür sorgen, dass sie Mirka immer abzulenken versuchte, wenn die Kätzin in die für sie kritische Situation kam. Mit diesen beiden Massnahmen legte sich die zwanghafte Leckerei sehr bald. Mirka brauchte noch eine weitere, leicht angepasste Mischung und soweit ich weiss, ist sie bis heute nicht wieder rückfällig geworden.
 

Ein Kälbchen will nicht trinken  
Die Bäuerin Frau K. rief mich an und fragte um Rat für ein neugeborenes Kälbchen. Es hatte Durchfall mit Blut und das Tier war recht schwach. Es war kein Fieber vorhanden, die Ohren waren kalt und trinken wollte es auch nicht. Frau K. hatte dem Kälbchen bereits ein homöopathisches Mittel aus der Stallapotheke verabreicht, aber es half nicht. Nach einer Kurz-Anamnese und einem ersten Augenschein sah ich, dass es für diesen Rassetyp wohl das falsche Mittel gewesen war. Ich verabreichte ein Mittel, das mir geeigneter schien und Frau K. versprach, sich nach ein paar Stunden wieder zu melden. Das tat sie auch und es tönte eigentlich recht optimistisch. Nur wollte das Kälbchen einfach nicht trinken. Hmm, was war da zu tun? Ich konsultierte das formidable Buch von Birgit Gnadl „ Klassische Homöopathie für Rinder“, das mir so oft schon weiterholfen hat. Darin fand ich den Hinweis, dass in so einem Fall auch eine zerdrückte, grüne Banane in der Milchflasche helfen kann. Und tatsächlich, das Kälbchen trank mit diesem Zusatz ganz brav und für die Gedärme war die Banane sowieso eine Wohltat. Es bekam etwas später vom Tierarzt noch eine Infusion, weil es durch den Durchfall recht ausgetrocknet war und danach ging es dem Kälbchen wieder richtig gut.  


Eine Bartagame braucht Hilfe – eine bitte was?  
Ich musste wirklich zuerst im Internet nachsehen, auf was für ein Kriechtier ich mich da einlassen würde. Nun, diese Bartagame namens Diego war mit Sicherheit eins der exotischsten Tiere, das ich behandeln durfte. Hier ist der kecke Echsenmann:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diego erlitt ein fürchterliches Trauma auf verschiedenen Ebenen und J., die das Tier übernommen hatte, pflegte ihn aufs Intensivste. Sein gesamtes Hinterteil war temporär paralysiert, selbst koten klappte für eine gewisse Zeit nur mit Hilfe von J. Ich fand das einzigartig, wie sich die Pflegerin bemühte, dem kleinen Kerli wieder auf die Sprünge zu helfen. Deshalb offerierte ich ihr, ihm mit einem homöopathischen Mittel eine zusätzliche Unterstützung anzubieten. Es war über Wochen ein stetiges Auf und Ab, aber die Tendenz zeigte eindeutig nach oben, was uns sehr froh machte. Diego konnte wieder selber koten und auch die Bewegungen der Beine klappten wieder zögerlich. Es hätte so gut weiter aufwärts gehen können, aber die Spätfolgen des Traumas zeigten sich erst Monate später in fataler Heftigkeit. Die Organe hatten durch die Dehydration (Austrocknung) wohl zu sehr gelitten und Diego verstarb recht unerwartet. Die Trauer war gross, denn wenn man sich so intensiv um ein Tier kümmert, gibt das auch eine speziell emotionale Bindung. Ich hätte es gerne gesehen, wenn der tapfere und kämpferische Diego noch lange in der Obhut von J. hätte bleiben können.  


Ronja Räubertochter – wenn die Hormone plagen 
Nicht immer hilft ein Mittel so schnell wie im Fall von Zwergpudel Pepino. Bei Tieren gestaltet sich die klassische Homöopathie oft schwierig, da zum Beispiel die ganze Palette der Gemütssymptome für die Mittelfindung fehlt. Mit einer guten Beobachtungsgabe und Kenntnis seines Heimtieres kann dieses Manko teilweise ausgeglichen werden. Dennoch braucht es manchmal viel Zeit, noch mehr Geduld und Vertrauen in das, was man tut.
Die Behandlung von Ronja Räubertochter, kurz RR, ist ein typisches Beispiel, wovon ich hier gerne berichte.
RR ist ein zweieinhalbjähriges Meerschweinchen-Mädel mit Ovarialzysten, was bei dieser Tiergattung noch recht häufig vorkommt. Je nach hormoneller Aktivität der Zysten sind die Symptome auch für Laien gut erkennbar: Haarausfall an den Flanken, Dauerbrunst, Aggression, tast- oder sogar sichtbare Umfangvermehrung im hinteren Bauchbereich. Wir unterscheiden nun zwei Fälle von Ovarialzysten: Die kleinen, oft mehrkammerigen Zysten, die meistens hormonell hochgradig aktiv sind. Die Symptome sind also gut sichtbar. Dann finden sich noch die hormonell nicht so ausgeprägten, dafür schnell wachsenden Zysten, deren äussere Zeichen ausser der Umfangsvermehrung kaum bemerkbar sind. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich die Behandlung von diesen grossen Zysten ablehne, da das rasante Wachstum die umliegenden Organe bedrängen kann und schliesslich zum Tod des Tieres führt. Ein Tier mit diesen Zysten gehört in die sofortige Obhut einer Tierärztin oder eines Tierarztes, damit die Zysten (meist zusammen mit der Gebärmutter) operativ entfernt werden können. Erfahrenes Fachpersonal kann auch unter Ultraschall versuchen, die Zyste zu punktieren, wenn die Umstände es nicht erlauben, das Tier zu operieren. Mittlerweile sind Zysten-Entfernungen bei guten Chirurgen keine grosse Sache mehr, wenn man vom allgemeinen Narkoserisiko einmal absieht.
Behandlungen mit Hormon-Spritzen sind in den meisten Fällen nur kurzzeitig hilfreich und packen die Ursachen nicht an der Wurzel an. Zudem ist die Gefahr bei mehrmaliger Wiederholung gross, dass das Tier an einem Gesäugetumor oder anderen Folgen erkrankt.
Nun aber zu unserer Räubertochter. :-)
Der Tierarzt ertastete bei ihr an beiden Seiten kleine Zysten. Die Besitzerin Frau M. hatte früher schon Tiere bei mir homöopathisch therapieren lassen und wandte sich daher zuerst an mich. Da es sich um kleine Zysten handelte, die nicht so schnell Gefahr an Leib und Leben bedeuteten, stimmte ich einer Behandlung zu. Die äusseren Symptome waren gut zu erkennen, nur fand bei ihr der Haarausfall am Bauch statt an den Flanken statt. Als weiteres Symptom kam eine leichte Ruhelosigkeit mit viel „Geschrei“ dazu, wie wenn sie ständig bedrängt würde. Dieses Symptom konnte ich sehr gut verwerten, da es mir herausragend schien. Auf das erste Mittel reagierte RR nur sehr kurz mit Entspannung, dann aber zeigte sie erneut eine Dauerbrunst. Als neues Symptom kamen noch geschwollene Zitzen dazu. Das zeigte auf ein anderes Mittel, das das Mädel eine Woche später bekam. Obwohl mir die Arznei treffend erschien, zeigte RR kaum eine Veränderung. Da sie ein recht ausgeprägter Typ für ein konstitutionelles Mittel war, bekam sie dann nach einer Weile dieses, aber zum dritten Mal nahm die widerspenstige Räubertochter die Unterstützung nicht an. Frau M. schrieb mir, dass sie das Gefühl habe, RR rieche plötzlich „brünstig“, was vorher nicht der Fall war. Wiederum machte ich mich auf die Suche nach einer entsprechenden Arznei und siehe da, jetzt zeigte sich zögerlich eine Reaktion. Als Erstes normalisierten sich die geschwollenen Zitzen, im Verhalten wurde das Mädel eher etwas gedämpft und war auch sonst sehr ruhig im Umgang mit den anderen. Wir warteten ab. Nach einer Weile zeigte sie nochmals ein kurzzeitiges Brommseln, worauf sie nochmals eine Einzeldosis des Mittels bekam, das ihr offenbar helfen konnte. Fast augenblicklich wurde sie wieder ruhig und zeigte diesmal auch keine Gedämpftheit mehr. Der Besitzerin erschien RR wieder wie früher, bevor sie unter den Zysten zu leiden begann.
Nun sind 6 Wochen vergangen und das Mädel zeigt eine normale Brunsttätigkeit und ist auch sonst sehr stabil. Wir hoffen sehr, dass es auch zukünftig so bleibt!  

Eine Herzenssache  
Aufgrund einer Bissverletzung am Auge musste der damals neunjährige Pepino in die Tierklinik. Beim allgemeinen Untersuch stellte der Tierarzt fest, dass der Zwergpudel ausserdem an einem Herzklappenproblem litt. Ob das Problem angeboren war oder sich erst im Laufe der Jahre entwickelt hatte, war nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Machen kann man in so einem Fall nicht viel und man muss das Tier einfach immer mit diesem Gedanken im Hinterkopf beobachten, die Spiele und Spaziergänge dementsprechend anpassen. Herzmedikamente wurden dem kleinen Kerli nicht verordnet.
Die Besitzerin Frau G. rief mich an, schilderte die Situation und fragte, ob denn wirklich nichts zu machen sei. Pepino dünke sie in letzter Zeit sowieso etwas schlapper, wolle nicht so recht spielen (was er vorher gerne tat) und auch draussen sei er nicht mehr so aufgestellt. Ich konnte ihr bereits am Telefon sagen, dass in der Homöopathie kaum einmal ein Mittel prophylaktisch gegeben wird. Beim Herzen ist es nicht anders, auch hier wird erst bei vorhandenen Symptomen eine Arznei gesucht.
Wir machten dennoch einen Termin ab und ich besuchte den kleinen Hundemann zu Hause. Bei der Anamnese kamen zusätzlich noch einige „Baustellen“ heraus, die man gut homöopathisch angehen konnte. Nach sehr kurzer Zeit kristallisierte sich bei der Auswertung des Fragebogens ein Mittel heraus, wie ich es noch selten erlebt habe. Oft ist es so, dass sich ein paar Mittel konkurrenzieren, dann muss man sehr genau die verschiedenen Arzneimittelbilder vergleichen und entscheiden, welches passend ist. Aber in diesem Fall war es ganz eindeutig und Pepino bekam eine einmalige Gabe dieses Mittels. Frau G. hat mir eine Woche später eine E-Mail geschickt und ich möchte einen kleinen Auszug davon hier wiedergeben:
„Pepino ist wieder ein kecker, junger Hüpfer, voll mit Schalk im Nacken. Einfach zum Anbeissen süss! Auch keine Hexenschüsse mehr. Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass er richtig erleichtert, glücklich und dankbar war, weil es ihm mal wieder 100% wohl war in seiner Haut.“
Pepino ist nach wie vor ein Patient von mir, da er oft Vorkommnisse mit seinen Gelenken hat. Luxationen, Zerrungen, ausgerenkte Schultergelenke und Ähnliches sind bei ihm keine Seltenheit. Zusammen mit Physiotherapie werden wir uns auf die lange Reise machen, ihm auch in dieser Hinsicht zu helfen.


Frau G. hat mir dieses Bild zur Verfügung gestellt, damit man sehen kann, mit welch bezaubernden Patienten ich arbeiten darf. :-)

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Regulationskraft fehlt  
Ich wurde zu einer 27-jährigen Haflingerstute namens Tosca gerufen, die seit knapp zwei Tagen an Koliken litt. Der Tierarzt war bereits zum dritten Mal auf den Hof gekommen, gab ihr entkrampfende Mittel und Einläufe, aber die Linderung war immer nur kurzzeitig. Tosca litt fürchterlich: Hängender Kopf, Ohren zurück, Augen fast geschlossen, so harrte sie auf die nächste Kolik. Immer wieder versuchte sie mit Bauchschlagen und wälzen, sich von den Qualen zu befreien. Von Fressen natürlich keine Spur, was für ein Pferd aber sehr wichtig gewesen wäre, denn Pferde sollten aufgrund ihrer Darmperistaltik stets ein wenig fressen.
Die Symptome waren sehr typisch und ausgeprägt für ein bestimmtes Mittel und ich war davon überzeugt, dass es der Stute recht schnell helfen konnte. Tat es aber nicht, eine Besserung wollte sich einfach nicht einstellen, auch nicht mit erneuten Gaben und erhöhten Potenzen. Der Tierarzt kam erneut und auch diesmal reagierte Tosca nicht mit Besserung. Sie wurde immer schwächer, stand gar nicht mehr auf und als nichts mehr ging, wurde sie von ihren Leiden erlöst.
Ich fragte mich danach, wieso ein treffendes Mittel nicht einmal den Anschein von Besserung brachte. Natürlich gibt es immer wieder Fälle, wo nicht auf homöopathische Mittel reagiert wird (sog. „non-responder“), aber Tosca wurde vorgängig bei Bedarf mit Homöopathie behandelt und sie zeigte durchaus gute Reaktionen. Aber hier war der Fall wohl so, dass die Stute aufgrund ihres Alters einfach keine Reaktionskraft des Organismus mehr hatte. Die Reaktionskraft ist in der Homöopathie aber ein wichtiger Faktor und wenn dieser Faktor fehlt, können die Mittel nicht greifen.
Toscas Lebenskraft war in diesen Tagen wohl zuende und es blieb nichts mehr, als sie in Ruhe gehen zu lassen.